gebana investiert in Verbesserung des Biolandbaus
Seit Jahren testet die gebana Brasil Methoden, um den biologischen Sojaanbau rentabler zu machen. Auch die aktuelle Saison wird von einer intensiven Testphase begleitet.
Einerseits werden biologische Mittel zur Bekämpfung von Insekten und Pilzkrankheiten auf ihre Wirksamkeit hin geprüft. Andererseits testet die gebana in einem vom holländischen Lotteriefonds DOEN unterstützten Projekt neu entwickelte Sojasorten auf Wachstum und Ertrag bei den regionalen Gegebenheiten wie Klima und Boden. Dabei liegt der Fokus auf proteinreichen Sorten, die besonders gut für die Herstellung von Tofu geeignet sind. Vom Mehrwert der Lebensmittelqualität profitieren direkt die Bauern.
Ein wichtiges Forschungsfeld ist die maschinelle Bodenbearbeitung. Da keine Herbizide eingesetzt werden, gehört die Beseitigung von Unkraut zu den grössten Herausforderungen im biologischen Landbau.
Die manuelle Unkrautbekämpfung ist einerseits arbeitsintensiv und teuer – und hält viele Kleinbauern von der biologischen Produktion ab. Die gebana Brasil hat nun eine Maschine an die Bodenbeschaffenheit der Region adaptiert, die das Unkraut zwischen den Sojalinien dank angewinkelten Messerscheiben abschneidet. Das Unkraut bleibt liegen und schützt so nicht nur den Boden vor Austrocknung, sondern fügt ihm durch seine Zersetzung auch wertvolle Nährstoffe zu.
Andererseits bedeutet diese Methode einen grossen Fortschritt auf dem Gebiet der Direktaussaat, da das Saatgut ausgebracht werden kann, ohne das Feld zuvor zu pflügen. Das Aufreissen der Erdschicht durch den Pflug hat nämlich zur Folge, dass wertvolle Nährstoffe durch Wind, Sonne und Regen verloren gehen und der fruchtbare Boden erodiert. Gleichzeitig ist das Auflockern der Erde durch die klimatisch und geografisch bereits gegebene Fruchtbarkeit der Erde nicht nötig. Die Direktaussaat ist daher diejenige Methode, bei der die natürlichen Nährstoffe am besten erhalten bleiben.
All diese Projekte und Investitionen sollen dazu beitragen, den Biolandbau in Brasilien zu fördern und die Erträge der Biobauern zu verbessern.